Adler auf dem Brunnen im Hof des Residenzschlosses Ludwigsburg

Barocke Residenz mit wechselvoller Geschichte

Wissenswert und amüsant

Herzog Eberhard Ludwig ließ Anfang des 18. Jahrhunderts ein weitläufiges und repräsentatives Schloss erbauen und eine neue Residenzstadt dazu. Schloss Ludwigsburg wurde zum Schauplatz großer Ereignisse – bis hin zur Verkündigung der ersten demokratischen Verfassung des Landes 1919.

Porträt des Herzogs Eberhard Ludwig; Foto: SSG

Versailles war sein Vorbild.

Wohnen wie der Sonnenkönig

Die Lust am Bauen war im Zeitalter des Absolutismus unter den Herrschern weit verbreitet. Ein repräsentatives Schloss, einen weitläufigen Garten, ja, eine ganze Stadt zu errichten, zeigte die Macht des Fürsten am augenfälligsten. Kurz nachdem die Markgrafen von Baden-Baden und Baden-Durlach damit begonnen hatten, in Rastatt und Karlsruhe neue Residenzschlösser nach dem Vorbild von Versailles zu errichten, legte der Herzog von Württemberg den Grundstein für sein Schloss.

Porträt des Herzogs Carl Eugen um 1760

Von Stuttgart nach Ludwigsburg.

Vom Jagdschloss zum Residenzschloss

1718 zog der Herzog mit dem gesamten Hofstaat in sein neues Schloss in Ludwigsburg. Schloss und Stadt Ludwigsburg wurden Residenz und damit Hauptstadt des Landes. Seine Nachfolger kehrten zurück in die alte Residenzstadt Stuttgart. Zwischen 1765 und 1775 nutzte Herzog Carl Eugen nochmals das riesige Schloss Ludwigsburg als Hauptresidenz. Pompöse Feste und Feuerwerke, prächtige Ballett- und Opernaufführungen brachten den Hof zum Glänzen. Ludwigsburg war damals in ganz Europa bekannt.

Altes Schreibzimmer im Appartement König Friedrichs im Neuen Corps de Logis

Neuer königlicher Glanz.

Ein königliches Sommerquartier

Neuer Glanz zog in Schloss Ludwigsburg ein, als Herzog Friedrich II., der spätere erste König von Württemberg, das Schloss zu seiner Sommerresidenz machte. Ab 1797 wohnte er mit seiner Ehefrau Charlotte Mathilde während der schönen Monate in Ludwigsburg. Das Königspaar ließ viele Räume glanzvoll modernisieren: Ludwigsburg sollte königliches Schloss werden. Der machtbewusste König Friedrich demonstrierte damit den neuen Rang und die neue Größe von Württemberg.

Barockerlebnis als Touristenattraktion

1919 übernahm die Staatsverwaltung das Schloss. Behörden zogen in die Räume, in denen der Hof gewohnt hatte. Trotzdem lebten nach wie vor Mitglieder der Königsfamilie dort. Abgesehen von geringen Schäden überstand das Schlossensemble alle Kriege ohne Zerstörungen. Ab den 1950er-Jahren entwickelte sich die Residenz zusammen mit dem „Blühenden Barock“ und den Ludwigsburger Schlossfestspielen zum Besuchermagneten. Heute ist Schloss Ludwigsburg ein Ort, mit dem viele Baden-Württemberger schöne Erinnerungen verknüpfen.

Gartenfassade des Neuen Hauptbaus

Die Gartenfassade des Neuen Hauptbaus.

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Anekdoten

Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

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Anekdoten

Nicht alles war immer nur große Politik und hohe Kunst, was sich in einem bedeutenden historischen Bauwerk zutrug. Vieles waren auch ganz menschliche Geschichten. Manche davon sind bis heute bekannt – und verraten Einiges vom Leben in früheren Zeiten.

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