Innenansicht der Klosterkirche St. Aurelius von Kloster Hirsau

Die Wurzeln des Klosters Hirsau

Das Aureliuskloster

Wahrscheinlich um 830 entstand am Ufer der Nagold ein kleines Kloster. Hier ruhten die damals aus Italien in den nördlichen Schwarzwald überführten Reliquien des heiligen Aurelius. Vom einstigen Kloster, dessen Spuren sich heute nahezu verloren haben, blieb lediglich die Aureliuskirche erhalten.

Gesamtansicht von Kloster Hirsau nach dem Brand von 1692, Gemälde von Johann Jacob Bock

Hier war einst das Zentrum der Klosterreform.

Frühe Spuren

Das Aureliuskloster aus dem 11. Jahrhundert bildete die Keimzelle des unter den Äbten Wilhelm von Hirsau und Gebhard von Urach erbauten Klosters St. Peter und Paul, das den späteren Ruhm von Hirsau begründete. Ein erstes Kloster könnte bereits im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts bestanden haben. Jedoch verfielen seine Gebäude in der folgenden Zeit wieder und wurden erst Mitte des 11. Jahrhunderts bei der zweiten Klostergründung neu gebaut. Teile des zweiten Klosters haben sich bis heute erhalten.

Außenansicht der Aureliuskirche von Kloster Hirsau, Foto: Stadtinformation Calw

Die Aureliuskirche war das Herz der Klosteranlage.

Die Aureliuskirche

Die romanische Aureliuskirche, zwischen 1059 und 1071 erbaut, bildete das Zentrum des Klosters. Sie war angelegt als dreischiffige, flachgedeckte Säulenbasilika mit gewölbten Seitenschiffen und einer Vorhalle. Die Kirche erhob sich über einem kreuzförmigen Grundriss und besaß nach Osten hin an den beiden Querhäusern und dem Hauptchor jeweils eine Apsis, einen halbrunden Raum, als Teil der Chöre. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert teilweise abgerissen; heute sind noch das Langhaus und die Rümpfe der beiden Westtürme vorhanden.

Innenaufnahme der Aureliuskirche von Kloster Hirsau, Foto: Stadtinformation Calw

Heute ist sie wieder eine katholische Kirche.

Im 20. Jahrhundert erneuert

Die Kirche wurde ab 1954, nach einer umfassenden Renovierung, wieder als katholisches Gotteshaus genutzt. Sie erhielt eine neue flache Holzbalkendecke und wurde im Osten mit einem monumentalen Relief des Stuttgarter Bildhauers Otto Herbert Hajek geschmückt. Er schuf auch den Schrein für die aus Zwiefalten zurückgebrachten Reliquien des heiligen Aurelius und andere Ausstattungsstücke. Die Fenster gestaltete der württembergische Glasmaler Wilhelm Geyer.

Außenansicht der Aureliuskirche von Kloster Hirsau

Reste des Kreuzgangs sind heute noch zu sehen.

Der Kreuzgang des Aureliusklosters

Auf der Südseite der Aureliuskirche lag früher ein Kreuzgang, von dem sich bis heute ein 33 Meter langes Mauerstück erhalten hat. Ursprünglich gehörte es zum Ostflügel des Kreuzganges, dessen genaue Ausmaße erstmals durch archäologische Ausgrabungen im Jahr 2000 ermittelt werden konnten. Demnach erstreckte sich die Klausur auf einer Fläche von 44 x 36 Metern und schloss einen rechteckigen Innenhof ein.

Auch interessant

Anekdote: Der heilige Aurelius

Versenden
Drucken
Schloss & Garten

Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Residenz mit zahlreichen Besuchserlebnissen

Das Schloss

Ein mächtiges Residenzschloss, mehrere Lustschlösser, ein weitläufiger Garten und eine reizvolle Residenzstadt: In Ludwigsburg bei Stuttgart hat sich ein außergewöhnliches imposantes Ensemble erhalten – ein einzigartiges Erlebnis einer barocken Residenz.

Besucher im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Barocker Prunk: die Galerie des Alten Hauptbaus.

Ein Streifzug durch die Epochen

Erst Residenz der Herzöge, dann Sommeraufenthalt des ersten württembergischen Königs: Schloss Ludwigsburg spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des Landes. Bei einem Rundgang durch die herrschaftlichen Prunkräume erleben die Besucher einen beeindruckenden Streifzug durch die Zeiten, vom üppigen Barock über das verspielte Rokoko bis hin zum eleganten Klassizismus. Eine Besonderheit ist das Schlosstheater mit seiner originalen Bühnenmaschinerie aus dem Jahr 1758.

Kostümierte Kinder im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Michael Fuchs

Im Kinderreich die Barockzeit spielerisch erleben.

Barockerlebnis für alle Sinne

Mehrere Museen und Dauerausstellungen im Schloss bieten Einblicke in das Lebensgefühl vergangener Zeiten. Das Modemuseum inszeniert eine Modenschau mit originaler Kleidung vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, das Keramikmuseum zeigt kostbares Ludwigsburger Porzellan, aber auch zeitgenössische Künstlerkeramik. In der Barockgalerie können Meisterwerke der barocken Malerei bewundert werden. Das interaktive Kindermuseum „Kinderreich“ bietet Kindern ab vier Jahren Erlebnisse für alle Sinne.

Schloss Favorite in Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Blick vom Residenzschloss zum Lustschloss Favorite.

Eine abwechslungsreiche Gartenwelt für Gross und Klein

Lebendig ist das Barock auch in der großen Parkanlage, die das Schloss auf drei Seiten umgibt. Die Gärten wurden 1954 anlässlich der 250-Jahr-Feier des Schlosses teils der historischen Form folgend, teils nach barocken Ideen wieder angelegt. Seither ist das „Blühende Barock“ und sein Märchengarten ein beliebtes Ausflugsziel. Der Favoritepark mit seinem reizvollen Lustschloss lädt zum Spazierengehen ein. Von dort führt eine drei Kilometer lange romantische Allee zum Seeschloss Monrepos.

Blick vom Marstallhochhaus über die Stadt Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Der Marktplatz im Zentrum der einstigen Residenzstadt.

Die Residenzstadt Ludwigsburg

Wenige Jahre nach dem Beginn des Schlossbaus entschied sich Herzog Eberhard Ludwig, eine neue Residenzstadt zu gründen: Ludwigsburg. Ab 1709 forderte er in Erlassen und mit Steuervergünstigungen die Bürger auf, in Ludwigsburg Häuser zu bauen und sich niederzulassen. Der herzogliche Architekt Donato Giuseppe Frisoni entwarf das Stadtmodell mit regelmäßigen Straßenzügen und Musterhäusern. Der weite barocke Marktplatz und die geraden Alleen mit ihren Kastanien und Linden prägen bis heute das Stadtbild.

Pressekontakt

Eines der wichtigsten Monumente badischer geschichte

Grabkapelle Karlsruhe

Wir geben Auskunft

Pressekontakt

Sie können auch über das unten stehende Formular mit uns Kontakt aufnehmen. Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Kontaktformular

* Pflichtfeld