Versteckt im Wald

In der Kapelle konnte das Großherzogspaar ungestört um seinen Sohn trauern. Die Grabkapelle


Neogotische Formen

In der Gruft der Kapelle sind alle badischen Großherzoge seit 1830 bestattet. Die Gruft


Der jung verstorbene Prinz

Im Gedenken an Ludwig Wilhelm entstand die Grabkapelle mit seinem beeindruckenden Grabmal. Der Kapellenraum


Die großherzogliche Grabkapelle in Karlsruhe liegt stimmungsvoll inmitten des Hardtwalds. Sie hat als einziges fürstliches Bauwerk jener Zeit in Baden den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt überstanden. Das Mausoleum überrascht mit seinen ungewöhnlichen Details.

Unsere Highlights - Ihr Besuchserlebnis

Grabkapelle innen

Würdevolle Erinnerung

Der Kapellenraum

Grabkapelle innen

Die letzte Ruhestätte

Die Gruft

„In der Abgeschiedenheit des tiefen Waldfriedens“ lag die Großherzogliche Grabkapelle, als sie vor über hundert Jahren errichtet wurde. Das anrührendste Monument der badischen Geschichte liegt heute noch mitten im Wald – und nah am Zentrum von Karlsruhe. Ihr Besuchserlebnis

Hilda von Nassau

Die letzte Grossherzogin

Hilda von Nassau hatte ein bewegtes Leben. Von der Monarchie bis in die frühen Jahre der Bundesrepublik reicht ihre Biografie. Hilda von Nassau

Detail Kranzschleifen

Orte der Trauer

Pforzheim, Baden-Baden, Karlsruhe – die wichtigsten Grablegen des Hauses Baden auf einen Blick. Die Grablegen des Hauses Baden

Portrait Hermann Volz

In Bronze und Marmor verewigt

Ein Künstler, der berühmten Persönlichkeiten ein Denkmal setzte – und damit auch sich selbst: Bildhauer Hermann Volz. Hermann Volz

Ansicht des Grabmals von Luise von Baden

Wohltätige Kaisertochter

Eine Frau, die von ihrem Ehemann und vom Volk geachtet wurde. Luise von Baden

Gerüchte in Freiburg

Woran starb Ludwig Wilhelm, der geliebte Sohn des Großherzogspaares? Der Tod des Prinzen

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Die Großfürstin und der Kronprinz

Denkmal ewiger Liebe

Grabkapelle auf dem Württemberg

Eine Liebesgeschichte auf europäischer Bühne

Die Grossfürstin und

der Kronprinz

1814 schaute ganz Europa nach Wien: Wer Rang und Namen beim Wiener Kongress hatte, besuchte die zahlreichen gesellschaftlichen Ereignisse und beteiligte sich am Klatsch – Liebesgeschichten berühmter Personen wie die von Katharina und Wilhelm erregten ein besonderes Interesse.

Portrait der Königin Katharina; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Roland Rossner

Katharina traf Wilhelm auf einer Reise.

Wie alles begann

Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes reiste Großfürstin Katharina Pawlowna quer durch Europa. Im Frühjahr 1814 begegnete sie dem verheirateten Kronprinzen Wilhelm von Württemberg in England. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich zwischen den beiden eine innige Liebesbeziehung.

König Wilhelm I., Ölgemälde, Hetsch, um 1800; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Wilhelm beeindruckte die junge Großfürstin.

Katharina in Wien

Auf dem Wiener Kongress, der von September 1814 bis Juni 1815 stattfand, verhandelten rund 200 Staaten und Herrschaften nach der Niederlage Napoleons über eine Neuordnung Europas. In dieser Gesellschaft erregte die russische Großfürstin durch ihr Auftreten, ihr Aussehen und ihr geistreiches Verhalten viel Aufmerksamkeit. Man munkelte, Großfürstin Maria Pawlowna fessle die Herzen an sich, doch Großfürstin Katharina habe sie im Sturm genommen.

Klatsch und Tratsch

Der Kontakt Katharinas zum Kronprinzen von Württemberg wurde während des Kongresses immer intensiver. Über die Zukunft des Liebespaares spekulierte die Gesellschaft ausgiebig. Man sprach sogar von einer deutschen Kaiserkrone. Der Historiker Heinrich von Treitschke vemutete: „…vom Stuttgarter Hof werde dereinst ein neues Zeitalter über Deutschland ausgehen“. Zugleich bereitete der Klatsch über Katharina und Wilhelm den Kongressteilnehmern sichtliches Vergnügen.

Katharina und Wilhelm sorgten für Gesprächsstoff und allerlei Spekulationen.

Büsten der Königin Katharina und des Königs Wilhelm I. in der Grabkapelle auf dem Württemberg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Roland Rossner

Die Grabkapelle erinnert an die Liebe des Paars.

Das Traumpaar

Katharina und Wilhelm wurden in den Abendstunden verliebt über den Prater wandelnd gesehen oder beim Spaziergang im Park beobachtet. Auch Schlittenfahrten sollen sie mehrfach unternommen haben. Bei einem großen Fest anlässlich ihres Namenstages überreichte Wilhelm Katharina den Hauptgewinn einer Verlosung. Die Großfürstin und der Kronprinz galten als Traumpaar des Wiener Kongresses und mit einer späteren Hochzeit wurde fest gerechnet. 1816, nach der Auflösung von Wilhelms Ehe, war es dann soweit.